23.04.2009  10:48 Uhr

Business-Intelligence-Studie
Business-Intelligence-Umfeld in Deutschland von der Krise weniger betroffen

Berlin. Die Wirtschaftskrise wirkt sich auf IT-Investitionen im BI-Umfeld weniger stark aus als auf andere Bereiche. Das ergab die Studie „BI-Potenziale 2009“ zum BI-Markt, die vom Marktforschungsinstitut RAAD Research und dem BI-Analysten- und Beratungshaus mayato durchgeführt wurde.

Zwar meinen 41 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen, dass sich die Krise negativ auf IT-Entscheidungen auswirkt. Dennoch gehen 61 Prozent der Unternehmen davon aus, dass BI-Projekte nicht von der Konjunkturkrise beeinflusst werden. Dabei liegt die Investitionsneigung für den Bereich Business Intelligence bei 42 Prozent auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Obwohl das produzierende Gewerbe am deutlichsten unter der Krise zu leiden hat, zeigt sich die Branche hinsichtlich Einsatzgrad und Investitionsneigung als Vorreiter im strategischen BI.

Fast zwei Drittel der Unternehmen von der Krise nicht beeinflusst

Im Rahmen der Studie wurden im Januar dieses Jahres insgesamt 325 IT-Verantwortliche aus Unternehmen der Branchen Manufacturing, Retail und Transport sowie Services Industries und Public Sector interviewt. Zu den Teilnehmern zählten Unternehmen ab 200 bis über 5.000 Mitarbeitern. Der Fokus lag auf dem gehobenen Mittelstand – knapp 30 Prozent der Befragten kamen aus Unternehmen mit 500 bis 999 Mitarbeitern. Die Studie untersuchte konkret das BI-Spektrum von Datawarehouse-Infrastruktur, Reporting, Planning und Budgeting sowie Dashboards und Cockpits.

Der Bereich Reporting wird laut Aussage der IT- Leiter bereits in drei Viertel der Fälle mit einer Softwarelösung unterstützt. Allerdings zählen dazu nicht ausschließlich mächtige Suiten – auch MS Excel hält sich hartnäckig als Reportingtool. 70 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, bereits ein standardisiertes, unternehmensweites Reporting etabliert zu haben. Bereits über die Hälfte der Unternehmen setzt auf strategisches Reporting und nutzt nach eigenen Angaben Methoden wie Six Sigma oder Balanced Scorecard – mehr als von den Marktanalysten erwartet. Der Hauptfokus der Anwender liegt jedoch auf dem operativen Reporting, das zunehmend nicht nur dem Management und Controlling, sondern auch den Fachabteilungen zur Verfügung gestellt wird.

Potenzial von Dashboards und Management Cockpits noch wenig genutzt

Der Einsatz von Dashboards und Management Cockpits erfolgt aktuell bei nur etwa jedem siebten Unternehmen. Offenbar ist der damit verbundene Aufwand für die Modellierung eines konsistenten und tragfähigen Kennzahlensystems für viele Unternehmen bisher zu hoch gewesen. Das Thema wird jedoch nach Ansicht der Marktforscher mit zunehmender Reife der BI-Strategie für die Unternehmen immer weiter in den Vordergrund rücken. Der Einsatz entsprechender Tools erfolgt derzeit nur bei jedem siebten Unternehmen. Davon wollen 45 Prozent hier noch 2009 in Neu- oder Ersatzinstallationen investieren.

Bisher haben 58 Prozent der Unternehmen ein Data Warehouse als Grundlage für BI-Anwendungen aufgebaut. Rund ein Viertel will in 2010 ein Projekt in diesem Bereich durchführen. Eine zentrale Bündelung der BI-Tools im Rahmen eine Competence Centers haben bisher nur rund sieben Prozent der Befragten umgesetzt.


 

(Redaktion)

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  • Business-Intelligence
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  • Studie
  • BI-Potenziale 2009

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © RAAD

 

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