18.11.2008  12:42 Uhr

Berlin Brandenburg International School
Erstes englischsprachiges International Baccalaureate Internat eröffnet- Interview mit Whitney Sterling

Berlin. Die Berlin Brandenburg International School (BBIS) feiert heute, am 18. November 2008, die offizielle Eröffnung ihres angegliederten Internats in Potsdam- Babelberg. Berlin.Business-on.de sprach mit Internatsleiter Whitney Sterling über das neue Wohnprojekt der BBIS.

Berlin.Business-on.de: Der Standort der Berlin Brandenburg International School (BBIS) ist in Kleinmachnow, das Internat befindet sich in Potsdam. Wieso hat man sich für diesen Standort entschieden?

Whitney Sterling: Aus zwei Gründen: Zum einen eignen sich die Gebäude und das Gelände sehr gut für den Betrieb eines kleinen Internats. Sie sind neu renoviert und stehen für diese Zwischenlösung für einige Jahre zur Verfügung.

Zum anderen sind die Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Stadtzentren von Berlin und Potsdam sehr gut: Die S-Bahn Linie 7 fährt von Babelsberg nach Potsdam und direkt zum Berliner Hauptbahnhof.

Berlin.Business-on.de: Bewohnt wird das Internat seit August, ein Teil der 5 Doppelzimmer ist bereits belegt. Wie haben sich die Internatsschüler bisher eingelebt?

Whitney Sterling: Hervorragend. Alle Schüler, die Ende August 2008 (insgesamt 5 aus Südkorea, Aserbaidschan, Russland und Berlin) in unser Internat eingezogen sind, wohnen noch immer dort. Inzwischen haben sie zum Beispiel spannende Kulturabende über Austin (Texas), Philadelphia, Pennsylvania (USA), Südkorea, Moskau (Russland) und Baku (Aserbaidschan) erleben dürfen. An diesen Abenden haben sie die Kochkünste dieser Kulturen, die Musik und auch Bilder aus diesen Städten und Ländern kennengelernt.

Natürlich haben die Internatsschüler auch ab und zu Heimweh; aber dann sind die Betreuer und ich für sie da und helfen ihnen, dieses Heimweh zu überwinden.

Berlin.Business-on.de: Ist eine Erweiterung der Internatsplätze geplant?

Whitney Sterling: Ja, zum nächsten Schuljahr auf über 20 und im Schuljahr danach auf etwa 50 Internatsplätze. Frühestens zum übernächsten Schuljahr haben wir vor, das Internat für zirka 50 internationale Schüler auf dem BBIS Campus in Kleinmachnow zu errichten.

Berlin.Business-on.de: Das Internat derBBIS ist das erste Internat Deutschlands, das ausschließlich Englisch als Unterrichts- und Umgangssprache pflegt und sich bezüglich ihrer Erziehungsmethode auf die Leitlinien der International Baccalaureate Organisation beruft. Was steht hinter diesen Leitlinien?

Whitney Sterling: Die Leitlinien des Internationalen Baccalaureates sind durch die International Baccalaureate Organisation in Genf entwickelt und festgelegt worden. Der folgende Link gibt dazu einen Überblick- hier klicken . Wir schätzen dieses Programm sehr, weil es akademisch extrem anspruchsvoll ist und weil wir mit diesem Programm die Schüler zu neugierigen, aktiven und kreativen Denkern erziehen können. Das heißt, es geht neben einer fundierten akademischen Ausbildung um die ganzheitliche Bildung der Schüler. Vor etwa 4 Jahren ist das IB Diplom übrigens durch die Kultusministerkonferenz (KMK) dem deutschen Abitur gleichgestellt worden.

Berlin.Business-on.de: Viele Eltern haben Bedenken ihr Kind in ein Internat zu geben, viele Kinder haben sicher Angst von ihren Eltern getrennt zu werden. Bei einigen Schülern der BBIS ist ein Internatsaufenthalt aber notwendig. Wie bauen Sie derartige Bedenken bei den Eltern und Schülern ab?

Whitney Sterling: Mit einem 3-tägigen Orientierungsprogramm zum Schuljahresanfang nehmen wir die Schüler in Empfang und wir begleiten sie durch das Schuljahr. Die Schüler haben im Internat und auch in der Schule Ansprechpersonen, die jederzeit für sie da sind und sie durch Höhen und Tiefen begleiten. Unsere Aktivitäten an den Nachmittagen, Abenden und Wochenenden schweißen die Gruppe zusammen und geben den Schülern einen notwendigen Halt.

Mit den Eltern bleiben wir in engem Kontakt. Zusätzlich zu unseren halbjährlichen Berichten erhalten die Eltern regelmäßige Rückmeldungen über die akademische und soziale Entwicklung ihrer Kinder.

Berlin.Business-on.de: Was macht die BBIS besonders?

Whitney Sterling: BBIS gelingt es, Schüler in eine Bahn der Begeisterung für ein international geprägtes Leben zu leiten. Die offene Schulgemeinde mit 650 Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 19 Jahren aus fast 50 Nationen und mit über 80 Lehrkräften aus über 15 Nationen bildet eine kleine Welt für sich. Globales Lernen und Weltoffenheit werden praktiziert und prägen alle Mitglieder der Schulgemeinde ein Leben lang.

Die BBIS ist die einzige IB World School im Raum Berlin-Brandenburg, die eine vollständige Autorisierung durch die Schweizer IB Organisation besitzt, d. h. alle drei IB Programme, nach denen wir hier unterrichten, sind autorisiert. Außerdem liegt die Schule sehr günstig in einem Waldgebiet am südwestlichen Rand von Berlin, fernab vom großstädtischen Verkehr. Die Klassen sind mit zum großen Teil unter 18 Schülern relativ klein, so dass sich unsere Lehrkräfte wirklich intensiv ihren Schülerinnen und Schülern widmen können. Da wir eine englischsprachige Schule sind, erhalten alle Kinder und Jugendlichen, deren Muttersprache nicht Englisch ist, einen speziell auf ihr Sprachniveau aufbauenden Englischunterricht. Besonders stolz sind wir auf unsere im letzten Schuljahr eingeweihten neuen Sporteinrichtungen: den Kunstrasensportplatz mit sechs blauen Laufbahnen und die multifunktionale Sporthalle mit Glasfassade.


 

(Redaktion)

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